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CO2-Bilanzierung: der Schlüssel zur nachhaltigen Transition Ihres Unternehmens

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Die CO2-Bilanz ist das zentrale Instrument für Unternehmen, die ihre Treibhausgasemissionen transparent machen und ihren Beitrag zu den Pariser Klimazielen leisten wollen. Eine präzise Bilanz auf Unternehmens- oder Produktebene zeigt, wo die Emissionen entstehen, und ist die Voraussetzung für gezielte Maßnahmen zu ihrer Senkung.

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Eine CO2-Bilanz für Unternehmen, der Corporate Carbon Footprint, erfasst sämtliche direkten und indirekten Emissionen aus der Geschäftstätigkeit. Eine CO2-Bilanz für Produkte, der Product Carbon Footprint, betrachtet die Emissionen eines einzelnen Produkts über seinen Lebenszyklus, von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung.

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Regulatorische Anforderungen und Transparenz

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In Europa müssen immer mehr Unternehmen ihre CO2-Emissionen erfassen und darüber berichten. Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) sind detaillierte Angaben zu den Emissionen vorgeschrieben. Das betrifft den Corporate Carbon Footprint ebenso wie den Product Carbon Footprint, je nachdem, ob die gesamte Organisation oder einzelne Produkte im Fokus stehen. Auch die EU-Taxonomie und die Offenlegungsverordnung (SFDR) stellen Anforderungen, um die Klimatransparenz zu erhöhen.

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Warum die CO2-Bilanz entscheidend ist

 

Die CO2-Bilanz ist nicht nur regulatorische Pflicht, sondern auch Steuerungsinstrument für die Dekarbonisierung und Grundlage des Transitionsplans. Fehlt sie, entstehen konkrete Nachteile:

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Kostenrisiken: Die Ausgestaltung der EU-CO2-Bepreisung, etwa bei EU ETS 2, Freizuteilungen und Preisdeckel, ist politisch in Bewegung. Ohne belastbare Bilanz lässt sich die eigene Kostenexposition unter den verschiedenen Szenarien nicht einschätzen.

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Finanzierungskonditionen: Banken koppeln Kreditkonditionen zunehmend an ESG-Kennzahlen und verlangen von Firmenkunden bei der Kreditvergabe eigene CO2-Daten.

 

Anforderungen von Investoren: Asset Manager müssen nach SFDR die Emissionen ihrer Portfoliounternehmen offenlegen, die sogenannten finanzierten Emissionen. Ohne verlässliche Daten ihrer Beteiligungen können sie ihre eigenen Berichtspflichten nicht erfüllen.

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Effizienzverluste: Eine Bilanz für Scope 1 und 2 deckt Energiekosten auf, die sich oft kurzfristig senken lassen.

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Der GHG Protocol Corporate Standard und die Bedeutung der Scopes

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Das international anerkannte Rahmenwerk für die CO2-Berichterstattung ist der GHG Protocol Corporate Standard, weltweit die meistgenutzte Grundlage für die Bilanzierung. Er unterteilt die Emissionen eines Unternehmens in drei Kategorien, die sogenannten Scopes:​​​​​​​​​​​​​​​​

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  • Scope 1 erfasst die direkten Emissionen aus eigenen Gebäuden, etwa aus Heizkesseln und Turbinen, und aus eigenen Anlagen wie Maschinen und Fahrzeugen. Dazu zählen auch prozessbedingte Emissionen, beispielsweise in der Zementproduktion oder der Abfallverwertung.

  • Scope 2 umfasst die indirekten Emissionen aus zugekaufter Energie wie Strom, Fernwärme oder Fernkälte.

  • Scope 3 deckt alle weiteren indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette ab, vorgelagert etwa aus Geschäftsreisen und Vorprodukten, nachgelagert etwa aus Recycling, Abfallverwertung oder Investitionen.

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Science-based Targets (SBTi)

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Auf der CO2-Bilanz bauen wissenschaftlich fundierte Reduktionsziele auf. Der international anerkannte Standard dafür ist die Science Based Targets initiative (SBTi). Mehr als 10.000 Unternehmen und Finanzinstitutionen haben ihre Klimaziele nach ihren Kriterien validieren lassen.

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Am 11. Juni 2026 hat die SBTi mit dem Corporate Net-Zero Standard Version 2.0 die umfassendste Überarbeitung des Rahmenwerks seit dessen Einführung 2021 veröffentlicht. Der Fokus verschiebt sich damit von der reinen Zielsetzung hin zu Umsetzung, Governance und nachweisbarem Fortschritt. Zentrale Neuerungen sind:

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Kategorisierung: Jedes Unternehmen wird Kategorie A oder B zugeordnet. Maßgeblich sind unter anderem Umsatz ab 450 Millionen Euro und eine Beschäftigtenzahl ab 1.000, bei Sitz in einem Hochlohnland zusätzlich die Scope-1- und Scope-2-Emissionen sowie weitere Größenkriterien. Unternehmen der Kategorie A berichten in vollem Umfang, einschließlich verpflichtender Scope-3-Ziele, Prüfung und Offenlegung des Transitionsplans. Für Kategorie B gelten reduzierte Anforderungen.

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Getrennte Scope-Ziele: Aggregierte Ziele über mehrere Scopes sind nicht mehr zulässig. Jeder Scope braucht ein eigenes, methodisch stimmiges Ziel.

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Scope 3 nach Wesentlichkeit: Kategorien, die einzeln weniger als fünf Prozent der gesamten Scope-3-Emissionen ausmachen, können von der verpflichtenden Zielsetzung ausgenommen werden.

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Verpflichtende Transitionspläne mit Vorstandsverantwortung für alle Unternehmen, wobei Kategorie A den Plan zusätzlich veröffentlicht.

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Für neu eingereichte Ziele gilt der Standard ab dem 1. Februar 2028, freiwillig anwenden lässt er sich ab Februar 2027. Bis Ende Januar 2028 bleibt die Vorgängerversion parallel nutzbar.

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Besonderheit für Banken, Versicherer und Asset Manager: FINZ

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Für Finanzinstitutionen gilt bei Bilanzierung und Zielsetzung eine wichtige Sonderregel. Sofern mindestens fünf Prozent des Umsatzes aus Finanzdienstleistungen stammen, greifen für die finanzierten und versicherten Emissionen, also Scope-3-Kategorie 15, nicht die allgemeinen Scope-3-Zielmethoden, sondern der separate SBTi Financial Institutions Net-Zero Standard (FINZ). Er verlangt kurzfristige Portfolioziele ebenso wie ein langfristiges Ziel bis 2050, wahlweise als Portfolio-Ausrichtungsziel oder als Sektorziel nach PCAF-Methodik, dazu konkrete Ausschlüsse wie das sofortige Ende der Projektfinanzierung neuer fossiler Vorhaben.

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Bei den meisten Banken, Versicherern und Asset Managern stammen über 90 Prozent der Emissionen aus dieser Kategorie 15. FINZ ist für sie damit der maßgebliche Standard, nicht die allgemeinen Scope-3-Kriterien.

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Mehr dazu in unserem Blogartikel Neuer SBTi Corporate Net-Zero Standard V2.0 und was er für Unternehmen bedeutet. Für Unternehmen, die nach CSRD und ESRS berichten, ist die SBTi doppelt relevant. Die ESRS verlangen die Angabe, ob die Emissionsreduktionsziele wissenschaftlich fundiert sind, und eine SBTi-Validierung deckt diese Anforderung direkt ab. Für den Transitionsplan nach ESRS E1-1 empfiehlt die SBTi selbst, sich an den ESRS-Vorgaben zu orientieren.

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Unsere Services

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  • CO2-Bilanzierung und Emissionsberechnung: Wir erfassen Ihre Emissionen im Detail, für das gesamte Unternehmen ebenso wie für einzelne Produkte. Grundlage sind international anerkannte Standards wie das GHG Protocol sowie die Anforderungen nach ESRS und SFDR.
     

  • Finanzierte und versicherte Emissionen nach PCAF: Für Banken, Versicherer und Asset Manager bilanzieren wir Emissionen aus Krediten, Investitionen und Versicherungsgeschäften nach dem PCAF-Standard, einschließlich der Einordnung entlang der PCAF-Datenqualitätsstufen und einer prüfungssicheren Dokumentation von Annahmen, Datenquellen und Methodikentscheidungen.
     

  • Wissenschaftsbasierte Ziele (SBTi): Wir begleiten Sie von der Zielsetzung bis zur Einreichung, einschließlich der Umstellung auf den Corporate Net-Zero Standard V2.0, der Einordnung in Kategorie A oder B und der Frage, welche Scope-3-Kategorien die Wesentlichkeitsschwelle überschreiten. Finanzinstitutionen unterstützen wir bei der Zielsetzung nach dem FINZ-Standard.
     

  • Maßnahmen und Strategien zur CO2-Reduktion: Auf Basis Ihrer Bilanz entwickeln wir Maßnahmenpläne, von der Optimierung von Produktionsprozessen über den Einsatz erneuerbarer Energien bis zur Dekarbonisierung der Lieferkette.
     

  • Transitionsplan und Berichterstattung: Wir unterstützen Sie bei den Berichtspflichten nach CSRD, ESRS, EU-Taxonomie und Offenlegungsverordnung und stellen sicher, dass CO2-Bilanz, Ziele und Transitionsplan zueinander passen und einer externen Prüfung standhalten.
     

  • Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen: Wir beraten Sie zu Investitionen in Technologien und Klimaschutzprojekte, die Ihre Emissionen langfristig senken und auf Ihre Nachhaltigkeitsziele einzahlen.
     

  • Dekarbonisierung des Geschäftsmodells: Wir verankern die Emissionsminderung strukturell im Geschäftsmodell, belegbar, prüfungssicher und anschlussfähig an die verschärften Anforderungen an Umweltaussagen.
     

Kontaktieren Sie uns

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Ob Corporate Carbon Footprint, Product Carbon Footprint oder finanzierte Emissionen nach PCAF: Wir klären mit Ihnen, wo Sie stehen und was der nächste sinnvolle Schritt ist. 

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